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Symposium am 23. und 24. November 2017 in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin.

Die Gründung der IGBK vor 60 Jahren war ein wichtiger Schritt zur Wiedereingliederung deutscher Künstler*innen in den internationalen Diskurs. Seitdem ist es ein Leitgedanke der IGBK, die internationale Zusammenarbeit von Künstler*innen zu unterstützen. Doch gerade heute sind wir - auch in Europa - mit politischen Transformationsprozessen konfrontiert, die diesem Bemühen entgegenstehen.

Die zunehmende Erosion demokratischer Institutionen, wie sie in den EU-Mitgliedsstaaten Polen und Ungarn zu beobachten ist, ebenso wie die nicht erst seit dem Putschversuch im letzten Jahr beunruhigenden Entwicklungen in der Türkei – einem Land, das immer noch als EU-Beitrittskandidat gehandelt wird – und das Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union, nehmen wir zum Anlass für eine vertiefte Debatte. Von nationalistischen und antieuropäischen Politiken sind auch Künstler*innen betroffen, die sich mit den Folgen der Einschränkung von Freiheitsrechten auseinandersetzen müssen. Zensur, Behinderung von Arbeitsmöglichkeiten, existentielle Notlagen und Isolation sind teils die Folgen.

Das Symposium »Fragile Affinities« fragt vor dem Hintergrund der jüngeren deutsch-deutschen Geschichte nach künstlerischen und alltagspraktischen Strategien der Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen. Neben der offenen, demokratisch verfassten Gesellschaft geraten auch transnationale Zusammenhalte und die Akzeptanz des europäischen Einigungsprozesses zunehmend unter Druck. Wir möchten insbesondere diskutieren, wie angesichts dieser Entwicklungen internationale künstlerische Kooperationen und Austauschmöglichkeiten in ihrer Wirkmächtigkeit für eine kulturell vielfältige europäische Gemeinschaft erhalten und befördert werden können.

Mehr Informationen zum Pogramm bald auf dieser Seite.

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