Mit „Art Space Connect“ stärkt die IGBK in 2020 den internationalen Austausch mit unabhängigen Kunstinitiativen und künstlerischen Projekträumen in Mittel- und Osteuropa und im Kaukasus.
 
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"Art Space Connect" ist eine Kooperation der IGBK mit GeoAIR (Tbilisi) und Centrala Berlin.

  • Was ist das spezifische Profil von unabhängigen Kunstinitiativen und Projekträumen, wie entwickeln sie dieses und wie erreichen sie ihr Publikum?
  • Wie ist der aktuelle Stand des internationalen Austauschs zwischen diesen Initiativen? Welche Strukturen existieren und welche Vorteile resultieren aus der internationalen Zusammenarbeit?
  • Welche regionalen Perspektiven und politischen Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen?
  • Wie wird sich die Mobilität nach der COVID19-Krise entwickeln, welche neuen Formen der digitalen und regionalen Kommunikation mit dem Publikum werden derzeit erschlossen?
  • Welche kreativen Wege gibt es, um unabhängige Kunstinitiativen und von Künstler*innen betriebene Ausstellungsorte in diesen Ländern zu fördern, sowie den internationalen Austausch zwischen diesen Einrichtungen zu unterstützen? Welche neuen Finanzierungsinstrumente stehen zur Verfügung?

Hier finden Sie Informationen zu allen Art Space Connect Teilnehmer*innen in 2020


Art Space Connect in 2021

What independent art initiatives and artist-run spaces do: They provide opportunities!

Im Februar 2021 veröffentlichten die Projektpartner gemeinsam ein Papier zu den Gesprächen von Art Space Connect 2020 und formulierten ihre Forderungen für 2021.

Independence means “coming from the ground” and “being closer to you”.

But there is a high level of self-exploitation. Small organizations have weaker structures and face more obstacles in obtaining funding.

  • Es wird mehr internationaler Austausch mit langfristigen Partnerschaften benötigt, um Wissen zu teilen und Unterstützungssysteme zu schaffen. Austausch muss auf Augenhöhe geschehen: Es ist wichtig, sich gegenseitig zuzuhören und nicht mit einem vorgefestigten Rahmen zu beginnen.
  • Der Austausch muss so entwickelt werden, dass Kräfte wirklich gebündelt und Ressourcen geteilt werden können. Dabei könnte eine Netzwerkförderung als Basis dienen, mit einer Laufzeit, die es erlaubt, nachhaltige Beziehungen aufzubauen. Und schließlich könnte ein Residenzprogramm für den Austausch unter Projekträumen und unabhängigen Kunstinitiativen entwickelt werden.
  • Darüber hinaus ist ein schneller Zugang zu Fördermitteln für kleine Strukturen notwendig, mit kleinen und flexiblen Ausschreibungen.

Lesen Sie hier mehr über die Ergebnisse der Art Space Connect Gespräche und unsere Forderungen für 2021 (PDF auf Englisch).


"Art Space Connect" Abschlusskonferenz am 06. und 07. November 2020

Am 06. und 07. November 2020 fand die Abschlusskonferenz von „Art Space Connect“ statt, die internationale Vertreter*innen von unabhängigen Kunstinitiativen digital und vor Ort in Berlin zusammenbrachte.

Hier finden Sie das Programm der Konferenz.

Hier finden Sie Informationen zu allen Konferenz-Sprecher*innen.


06. November 2020: On the specific profile of independent art initiatives and artist-run spaces

Die Eröffnung am 06. November wurde live aus dem KUNSTPUNKT Berlin gestreamt, wo wir Gäste des Netzwerks freier Berliner Projekträume und -Initiativen waren.


06. November 2020: The importance of exchange and regional inputs

Weiter ging es am Nachmittag des 06. November per Zoom mit regionalen Inputs und Gesprächen über den internationalen Austausch unter unabhängigen Kunstinitiativen. (Programm und Sprecher*innen)


07. November 2020: Which new set-ups can we imagine?

Am Morgen des zweiten Konferenztags fand ein zusätzlicher Art Space Connect-Workshop statt, dessen Ergebnisse am Nachmittag mit in die Konferenz einflossen. Hier das Video des zweiten Konferenztags, unter anderem mit Berichten von Vertreter*innen der Europäischen Kulturstiftung, des Creative Europe Desks Deutschland und der Allianz Kulturstiftung. (Programm und Sprecher*innen)


"What's up with international mobility today?" - Am 03. Oktober 2020 um 14h fand der zweite Teil von "Art Space Connect" statt, eine Kooperation mit dem LindeNOW Festival Leipzig

Alicja Kaczmarek von Centrala Birmingham sprach mit der armenischen Kuratorin Anna Kamay, dem Künstler Ara Petrosyan (u.a. vom Artlab Yerevan) und mit Marie Le Sourd vom Cultural Mobility Information Network On the Move u.a. über die aktuellen Bedingungen für die internationale Mobilität von Künstler*innen und von unabhängigen Kunstinitiativen.

ASC Petrosyan

Diese Veranstaltung war eine Kooperation mit dem Leipziger LindeNOW-Festival 2020, das ebenfalls in digitaler Form stattfand. Eine Aufnahme des Gesprächs wurde am 04. Oktober 2020 um 14h über das digitale Festival-TV gestreamt.

Hier eine Aufnahme des Gesprächs zwischen Anna Kamay, Ara Petrosyan, Marie Le Sourd und Alicja Kaczmarek


Am 04. Juli 2020 fand das Eröffnungsgespräch von "Art Space Connect" statt. Das Gespräch war Teil der digitalen IGBK-Delegiertenversammlung 2020.

In einem von Sophia Tabatadze (GeoAIR) moderierten Gespräch berichteten Tinatin Gurgenidze (Tbilisi Architecture Biennal) und Dr. Marika Kuźmicz (Arton Foundation/ Warschau) über Digitalisierungsprojekte und aktuelle Publikumsstrategien, über ihre internationalen Kooperationen sowie über die Finanzierungsstrukturen von unabhängigen Kunstinitiativen. Diesem schloss sich eine kurze Fragerunde mit den Teilnehmer*innen an.

Einführung: Marcel Noack (IGBK-Vorstand)

Hier ein kurzer Bericht vom Eröffnungsgespräch (PDF, auf Englisch)

Hier eine Aufnahme des Gesprächs zwischen Tinatin Gurgenidze, Dr. Marika Kuźmicz und Sophia Tabatadze

 


Die IGBK wurde 1957 als Deutsches Nationalkomitee der International Association of Art (IAA) gegründet. Die IGBK vereinigt die drei wichtigsten deutschen Künstlerverbände (BBK, Deutscher Künstlerbund und GEDOK) und vertritt damit mehr als 14.000 bildende Künstler*innen in Deutschland. Sie engagiert sich in europäischen Netzwerken wie Culture Action Europe und On The Move und berät Künstler*innen zu Fragen der internationalen Mobilität. Darüber hinaus veranstaltet die IGBK Symposien zu den internationalen Herausforderungen und Perspektiven der zeitgenössischen Kunst. Marcel Noack und Moira Zoitl vom IGBK-Vorstand sind die Projektleiter von "Art Space Connect".

GeoAIR wurde 2003 in Tbilisi/Georgien von Sophia Tabatadze gegründet. GeoAIR organisiert und unterstützt internationale Austauschprojekte, indem es Künstler*innen/Kurator*innen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zusammenbringt und relevante Kontexte für ihre Arbeit findet. GeoAIR hat drei miteinander verbundene Richtungen: kollaborative Kulturprojekte, ein selbstgesteuertes Residenzprogramm und sowie "Archidrome - Archiv für zeitgenössische Kunst". GeoAIR entwickelt seine Aktivitäten ständig weiter, um forschungsbasierter und integrativer zu sein und sich stärker für die Besonderheit des jeweiligen Umfelds zu engagieren. In seinen interdisziplinären Projekten wird sozial engagierten Projekten Vorrang eingeräumt, in denen durch enge Zusammenarbeit von lokalen Künstler*innen, Publikum und Gemeinschaften Erfahrungen und Ideen ausgetauscht werden.

Centrala Berlin ist ein neu gegründeter Verein für mittel- und osteuropäische Kunst mit Sitz in Berlin, angegliedert an Centrala Space in Birmingham (Großbritannien). Centrala Birmingham wurde 2014 gegründet und hat sich zu einem international anerkannten Zentrum für mittel- und osteuropäische Kunst entwickelt. Centrala ist ein starker Fürsprecher für soziale Integration, der ein vielfältiges Publikum zusammenbringt, um hochwertige Kunst und Veranstaltungen zu teilen, zu erforschen, zu debattieren und mit ihnen in Verbindung zu treten. Berenika Partum, Alicja Kaczmarek und Agata Lisiak sind Mitbegründerinnen und Leiterinnen von Centrala Berlin.

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