April 2026 | Future of Europe coalition
Mehr als 500 Organisationen aus Kultur, Medien und Zivilgesellschaft haben gemeinsam einen Brief an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und den Rat der Europäischen Union geschrieben. Darin fordern sie, dass das Förderprogramm AgoraEU im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU (2028–2034) deutlich mehr Geld bekommt.
AgoraEU bündelt EU-Förderprogramme für den Kultur- und Kreativsektor (Creative Europe), Medien und Journalismus (MEDIA+) sowie Demokratie, Gleichstellung und Zivilgesellschaft (CERV+). Es unterstützt damit Bereiche, die für eine funktionierende Demokratie zentral sind: Kultur, unabhängige Medien, Journalismus und zivilgesellschaftliches Engagement. Diese Bereiche stehen derzeit unter großem Druck, etwa durch sinkendes Vertrauen in Institutionen, politische Krisen und wachsende soziale Ungleichheit. Gleichzeitig macht das Programm bislang nur einen sehr kleinen Teil des EU-Haushalts aus (rund 0,43 %).
Mit dem Brief wollen die beteiligten Organisationen erreichen, dass die EU diesen strategisch wichtigen Bereichen mehr Gewicht gibt und sie besser finanziert. Denn ohne eine starke Kultur, freie Medien und aktive Zivilgesellschaft kann Demokratie langfristig nicht gut funktionieren.
Die IGBK unterstützt diese Forderung und hat den Brief mit unterzeichnet.
"Culture, independent media, and civil society are not peripheral sectors; they form part of Europe’s democratic infrastructure. A pluralistic, vibrant, and participatory public sphere safeguards the rule of law, protects fundamental rights, strengthens social cohesion and underpins long-term competitiveness.
The Union has recognised this through its commitment to a "free and democratic Europe", the European Democracy Action Plan, the European Democracy Shield and the Civil Society Strategy. These ambitions can only be implemented if they are given sufficient financial resources. As the EU’s next long-term budget for 2028-2034 is being negotiated, policymakers must ensure that funding democracy is a top priority."