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Internationaler Kongress zu Übergangsformen von Kunst und Pädagogik in der kulturellen Bildung, 15.-17. Juli 2016 an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe

Eine Kooperation mit dem Badischen Kunstverein Karlsruhe, dem Deutschen Künstlerbund und mit der International Society for Education through Art. Unter Schirmherrschaft des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

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"Der künstlerischen Bildung wächst in einer sich über Bilder konstituierenden und mittels Bildern kommunizierenden Gesellschaft eine immer größere Bedeutung in kritischemanzipatorischen Subjektivierungs- und Identitätsbildungsprozessen zu. (...) Die Herausforderungen sind groß, wenn es darum geht, das Spannungsverhältnis von Kunst und Pädagogik neu zu beleuchten und die hier einzuwebenden weiteren, aktuellen Fragestellungen bzw. Anforderungen wie u.a. Inklusion/Exklusion, Migration, Diversität und Heterogenität, Transkultur und Heteronormativität für ästhetisch-künstlerische Bildungsprozesse einzuweben und kritisch zu bedenken."

Künstler*innen und Wissenschaftler*innen gingen auf dem Kongress den wesentlichen Fragestellungen heutiger künstlerischer Kunstvermittlung/Kunstpädagogik und ihrer Relevanz für schulische und außerschulische Bildungsorte nach. Ziel war es, künstlerische Kompetenzen und die aus ihnen zu gewinnenden Einsichten in eine nachhaltige kunstpädagogische Transformationsarbeit deutlich zu machen.

Wie muss kunstpädagogische bzw. kunstvermittelnde Professionalität im formellen, non-formellen und informellen Kontext heute gedacht werden? Welche Begriffsverständnisse sind im Hinblick auf Menschenbild, Bildungs- und Lernverständnis zu entwickeln? Welches Kulturverständnis ist grundlegend? Und weiter vor diesem Hinterungrund: welche Inhalte und Strukturen sind in Bezug auf die Weiterbildung von Künstler*innen und Kulturschaffenden zu entwickeln, um dem Anspruch auf eine zeitgenössisch-aufgeklärte künstlerische Bildungsarbeit in gesellschaftlichen Kontexten gerecht zu werden? Im Rahmen des Kongresses wurden unter anderem vier wissenschaftlich fundierte Weiterbildungskonzepte zur pädagogischen Professionalisierung von Kulturschaffenden, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, vorgestellt.

Am Abend des ersten Veranstaltungstags lud der Badische Kunstverein  zu einem Empfang ein, am zweiten Tag trat die Künstlerin Nezaket Ekici mit einer Performance auf.

Konzept, Programmübersicht sowie vorgestellte Konzepte sind auf der Kongresswebsite dokumentiert. Der Athena Verlag hat 2017 eine Publikation veröffentlicht, die die Beiträge des Kongresses versammelt, Herausgeber ist Joachim Kettel.

Die IGBK war bereits 2003 in der Region Karlsruhe zu Gast für ein internationales Symposium "Mapping Blind Spaces" zur universitären, schulischen und außerschulischen künstlerischen Bildung. Die damalige Veranstaltung wurde ausgerichtet von Joachim Kettel in Kooperation mit dem Museum für Neue Kunst | ZKM Karlsruhe und mit der Akademie Schloss Rotenfels.