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Veranstaltungsreihe zu künstlerischen Kooperationen in Grenzregionen

 

Nachbarn RGB klein

"Übergänge/ Nachbarschaft" in 2019

Entlang der Übergänge zwischen den europäischen Nachbarländern gibt es viele dezentrale Künstlernetzwerke, die über eine hohe lokale und grenzüberschreitende Vernetzung verfügen. Dieser künstlerische Austausch zwischen Regionen und über Grenzen hinweg, kann entscheidend zum kulturellen und politischen Zusammenhalt beitragen.

In der Veranstaltungsreihe „Übergänge/ Nachbarschaft“ befasst sich die IGBK im Jahr der Wahlen zum Europäischen Parlament mit künstlerischen Kooperationen in verschiedenen Grenzregionen Deutschlands. Welche Besonderheiten gelten für die künstlerische Arbeit an diesen innereuropäischen Grenzen? Welchen Voraussetzungen unterliegen die Kooperationen?

Wir möchten herausarbeiten, was der Begriff „Grenze“ 2019 künstlerisch und politisch in Europa bedeutet, gerade vor dem Hintergrund neuer Nationalismen innerhalb der Europäischen Union und zum Zeitpunkt der Brexit-Verhandlungen. Sind Grenzen Übergänge, und wie ist es um diese Übergänge bestellt? Welche neuen Abgrenzungen gibt es und wie gehen Künstler*innen damit um?

Schließlich gilt es zu dokumentieren, welche Fördermöglichkeiten es insbesondere von EU-Seite gibt, und wie sich diese auf die künstlerische Zusammenarbeit an den Übergängen auswirken. Welche Veränderungen wird es mit einem neuen Europäischen Parlament geben und welche Möglichkeiten unter dem neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU, der ab 2021 gilt? Wie können Künstler*innen hier aktiv werden?

Marcel Noack und Jörg Wagner, Vorstandsmitglieder der IGBK, sind Projektleiter für „Übergänge/ Nachbarschaft“.

Den Auftakt der Reihe machen eine Podiumsdiskussion der IGBK und ein touring artists Workshop am 26.04.2019 in Frankfurt (Oder) im Rahmen des studentischen Kunstfestivals Art an der Grenze na granicy.

Es folgen weitere Veranstaltungen in Berlin im Juni 2019, bei Konstanz/Kreuzlingen im Oktober 2019 und bei Rheine im November 2019.

 

26.04.2019 IGBK Podiumsdiskussion und touring artists Workshop auf dem Festival "ART | an der Grenze | na granicy" in Frankfurt (Oder)

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Workshop „Working abroad - Künstlerische Projekte im Ausland“
26. April 2019, 14 bis 16 Uhr
Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst, Rathaushalle / Marktplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder)

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 25.04.2019 wird gebeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Mobilität ist ein zentraler Aspekt künstlerischer Praxis. Benötige ich eine Arbeitsgenehmigung für die Leitung eines Workshops in London? Wie organisiere ich mir einen Aufenthalt an einer Künstlerresidenz in Polen? Wie bringe ich meine Kunstwerke nach Kanada? Bleibe ich weiterhin über die KSK versichert, wenn ich für ein Jahr nach Japan reise? Das Informationsportal touring artists bietet international mobilen Künstlern*innen einen fundierten Einstieg in die Themen Steuern, Zoll, Sozialversicherung, Urheberrecht, Versicherungen, Visa/Aufenthalt und Förderung für internationale Projekte. Darüber hinaus werden in Kooperation mit SMartDe Einzelberatungen angeboten.

Im Rahmen des Workshops werden das Portal und das Beratungsangebot sowie die europäische Arbeit und Vernetzung von Künstlerorganisationen und Serviceeinrichtungen vorgestellt.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an bildende Künstler*innen, die im Ausland arbeiten und dort mit Künstler*innen kooperieren wollen als auch an Künstler*innen aus dem Ausland, die temporär in Deutschland tätig sind. Auch Multiplikator*innen und Veranstalter*innen mit Interesse an den genannten Themen sind herzlich eingeladen.

Bei dem Workshop wird auch ein/e Vertreter*in aus dem Büro der Euroregion Pro Europa Viadrina anwesend sein und gerne Fragen zu Fördermöglichkeiten im Rahmen des so genannten Kleinprojektefonds besprechen.

Der Workshop findet auf Deutsch, teils mit Übersetzung ins Polnische statt. Bei Interesse an der Übersetzung ins Polnische bitten wir für unsere Planung um entsprechende Angabe in der Anmeldung.

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Podiumsdiskussion zu künstlerischen Kooperationen in Grenzregionen
26. April 2019, 19 bis 21 Uhr
Festivalgelände Raum A, Große Scharrnstraße 8, 15230 Frankfurt (Oder)

Entlang der Grenze zwischen Deutschland und Polen ist eine Vielzahl an dezentralen Künstlernetzwerken angesiedelt, die über eine hohe lokale und grenzüberschreitende Vernetzung verfügen. Auf einem Podiumsgespräch wird diskutiert, welche künstlerische Qualität die vor Ort entstehende Arbeit auszeichnet, welche infrastrukturellen und finanziellen Voraussetzungen für grenzüberschreitende Kooperationen vorliegen und wie Künstler*innen und Kulturveranstalter*innen Interreg-Mittel der Europäischen Union im Rahmen der „europäischen territorialen Zusammenarbeit“ erhalten können. Präsentiert werden Kunstprojekte aus Breslau, Görlitz, Schloss Trebnitz und Zielona Góra. Mit Berenika Partum, Joachim Mühle und Marcel Noack.

Berenika Partum ist seit 2016 Programmdirektorin der polnischen Stiftung ARTUM, die sich zum Ziel gesetzt hat in der deutsch-polnischen Grenzregion (zwischen Zielona Góra und Guben) ein Museum für zeitgenössische Kunst mit dem Schwerpunkt der Kunst der 70er Jahre zu eröffnen. Sie wird über die Zukunftsvisionen eines solchen Vorhabens sprechen und darüber berichten, welche Bestrebungen bereits unternommen worden sind, dem Ziel der Realisierung näherzukommen. Zudem arbeitet Berenika Partum seit vielen Jahren als freie Kuratorin und Koordinatorin von Projekten zeitgenössischer Kunst und Kultur im deutsch-polnischen Kontext, so wie zum Beispiel im Rahmen von Bildhauersymposien auf dem Schloss Trebnitz in Brandenburg.

Joachim Mühle ist Kultursekretär des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien und Kulturamtsleiter Landkreis Görlitz.

Marcel Noack ist freischaffender Künstler und Fotograf. Er beschäftigt sich mit der Beobachtung der Veränderung urbaner und ländlicher Strukturen und war als Künstler am Kunstprojekt WASSERgleich beteiligt, bei welchem in der Kooperation der drei Regionen Ruhr, Görlitz und Breslau verschiedene Künstler*innen zum Schwerpunkt „Wasser" entlang der dortigen Flüsse künstlerisch arbeiteten und ausstellten. In seinen konzeptuellen Arbeiten verknüpft Marcel Noack verschiedenste Methoden: fotografische, dokumentarische, installative Strategien, Interviews, Langzeitbeobachtungen von Orten, sowie die Aneignung und Verwendung von Archivmaterialien. Er ist Mitglied im Vorstand der IGBK sowie im Bundesvorstand des Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) und in dessen Landesvorstand in Sachsen.

Siehe auch die Informationen auf der Festivalwebsite von Art an der Grenze na granicy.

Art an der Grenze wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“

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