Akademie für Suffizienz in Reckenthin / Prignitz & Kunst-Stoffe / Deutschland
Einreichungsfrist: 29-Mär-2026
Kategorie: Residenz
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Im zehnten und vorerst letzten Jahr unseres thematischen Residenz-Programms möchten wir ein Fazit ziehen.
Nachdem in den vorangegangenen neun Jahren einzelne Phänomene, Institutionen oder Praktiken beleuchtet wurden, soll es im Abschlussjahr um Zusammenhänge gehen. Bezugnehmend auf die Gaia-Hypothese, die die Erde als systemische Gesamtheit betrachtet und die insbesondere von Bruno Latour in den Nachhaltigkeitsdiskurs getragen wurde, wollen wir zur Beschäftigung mit großen Fragen einladen: Wie ist die Gaia-Hypothese vereinbar mit Einstellungen in einer (post)modernen Gesellschaft? Wie wollen wir Menschen mit der lebendigen Welt interagieren? Sind wir zu einer Ko-Existenz mit allem Lebendigen in der Lage? Liegt hier ein Schlüssel zu den Polykrisen unserer Zeit?
Die Residenz will Anlass und Raum bieten, diese und verwandte Fragen künstlerisch zu erforschen. Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen, die im Feld von Nachhaltigkeit und Wirtschaft arbeiten. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir, ökologische Grenzen zu berücksichtigen und sich an sozialer Gerechtigkeit zu orientieren. Wirtschaft definieren wir als Organisation der Versorgung von Menschen. Die Art und Weise, wie wir Wirtschaften, ist entscheidend dafür, ob wir globale Grenzen einhalten können und ob soziale Gerechtigkeit möglich ist.
Bewerbungsgebühr: keine Gebühr angegeben
Altersbeschränkung: keine Angabe
Regionale Beschränkung: international call
