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Bezahlung, Leidenschaft oder Prestige? Zur Entwicklung des Bewusstseins für faire Praktiken im europäischen Kultursektor | Mai 2026 in Amsterdam 

Foto Bericht CAE 2026© Iris Hoppe

Unter dem Titel "Pay, Passion, or Prestige? On the development of Fair Practice awareness in the European cultural sector" waren Kulturschaffende, Künstler*innen und Vertreter*innen aus Politik und europäischer Netzwerke dazu eingeladen, Fragen rund um faire Arbeitsbedingungen und -beziehungen im europäischen Kontext zu diskutieren. Die BEYOND-Veranstaltung des West Satellite von Culture Action Europe fand am 8. und 9. Mai 2026 in Amsterdam statt, organisiert von Kunsten ’92 und Teil eines zweitätigen Programmes von Dutch Culture, der European Cultural Foundation und EIT Culture & Creativity rund um den Europatag.

In unterschiedlichen Formaten konnten die Teilnehmenden zu Werten, Herausforderungen und konkreten Maßnahmen zur Stärkung fairer Praktiken im europäischen Kultursektor ins Gespräch kommen. Die faire Vergütung von Künstler*innen und Kulturakteur*innen ist dabei eines der dringenden Anliegen, die diskutiert wurden. Nationale Ansätze und Initiativen einzelner Länder wurden vorgestellt, so u.a. der Niederländische Fair Practice Code. Auch die Honorarmatrix in Nordrhein-Westfalen, die im Auftrag der Kulturministerkonferenz in 2024 erarbeitet wurde und in eine Richtlinie für Honoraruntergrenzen im Kulturbereich in NRW, in Kraft ab Januar 2026, einfloss, konnte vergleichend in die Diskussion eingebracht werden.

Die zentrale Frage stand im Raum: Wie lässt sich Fairness in der Kulturarbeit im grenzüberschreitenden europäischen Kontext denken und ausgestalten?

Die Satellite BEYOND-Veranstaltungen von Culture Action Europe sind regionale Veranstaltungen, die von CAE-Mitgliedern oder CAE Geographical Hubs in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und Netzwerken organisiert werden. Der West Satellite umfasst die Länder Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Niederlande und die Schweiz.