19. September 2026, Kraftwerk Zschornewitz

Gemeinsam mit dem "Opening Space | Promoting Encounters"-Projektteam, Delegierten und Partner*innen besuchen wir am 19. September das OSTEN-Festival am Festivalort Kraftwerk Zschornewitz.
2026 findet die dritte Ausgabe des OSTEN-Festivals vom 12. bis 27. September in Bitterfeld-Wolfen unter dem Titel „Kraftwerk – Zukunft“ statt.
Es möchte „Begegnungen schaffen: Kunst als Anlass, um zu entdecken, zu agieren, in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Das Festival versteht sich als Textmarker und Verstärker der Bewegungsenergie einer Region im Umbruch und will etwas aufbauen, wo seit der Wiedervereinigung viel Kulturangebot verschwunden ist. OSTEN richtet sich an die Menschen aus Bitterfeld-Wolfen, indem es ungewöhnliche Zugänge zur Stadt entwickelt, und an Menschen von außerhalb, die auf das Besondere dieser Landschaft und ihrer Geschichte aufmerksam gemacht werden sollen.“
Wir nehmen an einem Rundgang mit dem Festivalteam über das Veranstaltungsgelände am Kraftwerk Zschornewitz teil und kommen dann zu einem konzentrierten Gespräch mit Teammitgliedern zusammen.
Dort treffen wir auch Jan Stradtmann, Fotograf und künstlerischer Leiter des Passage Art-Residency-Programms in der Dübener Heide und Dr. Insa Christiane Hennen, Kunsthistorikerin und Vorsitzende des Fördervereins Hofgestüt Bleesern. Beide stehen für das KOBRA Kulturnetzwerk im Landkreis Wittenberg, das bis 2030 im Bundesprogramm Aller.Land gefördert wird. KOBRA möchte Kontinuitäten, Brüche und Ausblicke in der Kulturlandschaft der Region Wittenberg sichtbar machen.
Wir wollen Erfahrungen aus der Perspektive der Künste im urbanen und im ländlichen Raum teilen und über Herausforderungen und schöne Momente einer gesellschaftlich orientierten künstlerischen Praxis sprechen: Was sind die Spielräume interdisziplinärer, spartenübergreifender und gesellschaftlich orientierter Kunstpraxen? Welche Vorgehensweisen und Modelle gibt es dabei? Wie gewinnen Künstler*innen und Akteur*innen in der Zusammenarbeit alltagspraktische Handlungsstrategien zur zivilgesellschaftlichen Resilienz?
Wir verstehen diese Exkursion als Recherchereise bzw. als Gespräch im Rahmen des Projekts „Opening Space | Promoting Encounters“ sowie als Möglichkeit für Künstler*innen aus verschiedenen, insbesondere östlichen Bundesländern, spontan zusammenzukommen und sich zu aktuellen künstlerischen und gesellschaftlichen Themen insbesondere im ländlichen Raum auszutauschen.
Seit 2025 widmet sich die IGBK in ihrem Projekt „Opening Space | Promoting Encounters“ regionalen künstlerischen Initiativen, die mit ihrer Arbeit Orte der Begegnung schaffen, in vielen Fällen trans- oder interdisziplinär arbeiten und dabei gesellschaftlich orientierte Ansätze verfolgen. Dabei organisiert die IGBK Veranstaltungen und Audio-Interviews, auch mit internationalen Partner*innen, um unterschiedliche Perspektiven zu dokumentieren, die grenzüberschreitende Solidarität zu stärken und im besten Fall zur Bildung neuer Netzwerke beizutragen (mehr Informationen aus 2025/ 2026 hier).
Das OSTEN-Festival ist ein wichtiges Beispiel für eine solche Arbeit.
Mehr Informationen zum Festival
